Zahnarzt Dr. Dreißig Dinkelsbühl

Haben Sie lockere Zähne oder leiden Sie an Zahnfleischschwund und Mundgeruch?

Parodontitis ist eine der häufigsten Infektionskrankheiten überhaupt, allein in Deutschland leiden nahezu 12 Millionen Menschen darunter. Sie hat Auswirkungen nicht allein auf Ihre Zähne, sondern auf Ihren ganzen Körper und kann auch auf fremde Personen übertragen werden.

 

Parodontitis – Was versteht man darunter eigentlich?

Gingivitis: Bei lockeren Zähnen, Zahnfleischentzündungen oder Mundgeruch steckt häufig eine Parodontitis dahinter

Die Parodontitis ist eine bakteriell bedingte Entzündung des Zahnbetts und ist auch unter dem heute nicht mehr gebräuchlichen Begriff „Parodontose“ bekannt. Im Krankheitsverlauf kommt es zu einer allmählichen und irreversiblen Zerstörung des Zahnhalteapparates. Eine Heilung kann allein durch eine Parodontitisbehandlung erreicht werden. Was früher eine relativ schmerzhafte Behandlung war, ist heute aufgrund neuer Behandlungsmethoden mehr oder minder schmerzfrei. Bei erfolgreicher Behandlung ist ein erneutes Verwachsen der Zahnfleischtaschen möglich. Je eher man sich in Behandlung begibt, um so größer ist die Chance, dass man die Parodontitis auch ohne langwierige Operationen in den Griff bekommt.

 

Wie Parodontitis entsteht

Üblicherweise liegt der Grund von Parodontitis in einer unzulänglichen Mundhygiene. Raucher leiden vier bis sechs mal so oft an Parodontitis wie Nichtraucher. Auch gefährdet sind Diabetiker und Menschen, bei deren Ehepartner eine Parodontitis diagnostiziert wurde. Weiterhin gelten eine unausgewogene Ernährungsweise, Mundatmung, Karies, Krebs, Aids ebenso wie Piercings als Risikofaktoren.

 

Die Behandlung von Parodontitis

Gingivitis: Bei lockeren Zähnen, Zahnfleischentzündungen oder schlechtem Atem liegt der Grund in vielen Fällen in einer Parodontitis

Die Hauptgefahr einer Parodontitis besteht darin, dass in Folge der Entzündung des Zahnfleischrandes nach und nach der Zahnhalteapparat zerstört wird. Die Entzündung auf Dauer zu beseitigen ist deswegen das Ziel der Therapie. Dies erfordert die Entfernung der Bakterien. Ist dies geschehen, kann sich das Zahnfleisch wieder fest an die gereinigte Zahnoberfläche anschmiegen und so ein erneutes Eindringen von Bakterien verhindern. Zur Parodontitisbehandlung kommt meist eine sogenannte Wurzelglättung zum Einsatz. Hierfür werden unter örtlicher Betäubung Küretten benutzt, die Ähnlichkeiten mit kleinen Haken haben. Diese Behandlungsmethode besitzt jedoch den Nachteil, dass im Nachhinein Schmerzen entstehen können.

Mittlerweile gibt es allerdings auch andere, auch ungemein vielversprechende Behandlungsarten, wie beispielsweise die Behandlung mittels Laser oder mit Hilfe von Ultraschall.

Welche Behandlungsmethode im jeweiligen Fall am effektivsten ist, hängt zu großen Teilen auch vom Krankheitsbild ab. Nach einer eingehenden Untersuchung und einem Gespräch wählt der Zahnarzt die am besten geeignete Behandlungsmethode aus. Wichtig ist, dass der Arzt bestimmen kann, welche Bakterienart für die Parodontitis verantwortlich ist. Haben sich in den Taschen nämlich anaerobe Bakterien festgesetzt, kann es immer wieder zu Rückfällen kommen, da diese extrem aggressiv sind und zudem zum Überleben keinen Sauerstoff brauchen.

Ab und zu bedarf es auch eines chirurgischen Eingriffes. So ist es mit Hilfe plastischer Eingriffe möglich, das gesunde und feste Zahnfleisch wieder herzustellen, und durch Maßnahmen zum Aufbau des Kieferknochens können die Zähne erneut sicher im Kiefer verankert werden.

Insbesondere kommen dabei Methoden zum Einsatz, mit denen Ihr Kieferknochen wieder nachwachsen kann. Im Rahmen einer Parodontitis Operation wird ein spezielles Protein in die Zahnfleischtasche eingebracht, was innerhalb eines längeren Zeitraumes ein Nachwachsen Ihres Knochens bewirkt. Diese Art der Behandlung wird von einer Vielzahl chirurgisch spezialisierter Praxen durchgeführt. Ihr Zahnarzt teilt Ihnen gerne mit, ob er den Knochenaufbau eigenhändig vornehmen kann oder ob dies in seinem Auftrag eine andere Praxis übernimmt.

In manchen Fällen empfiehlt sich auch eine Kombination mit implantatgetragenem Zahnersatz. Dies führt zu einer weniger starken Belastung der vorhandenen Zähne, wodurch sich eine weitere Rückbildung des Kieferknochens verhindern lässt.

 

Wovon ist der Erfolg einer Parodontitisbehandlung abhängig?

Vor dem Beginn der Behandlung wird unter Umständen ein genetischer Bakterien-Fingerabdruck genommen. Damit lassen sich die spezifischen Parodontitis-Bakterien erkennen und können mittels spezieller Antibiotika eliminiert werden. Da Parodontitis-Bakterien übertragen werden können, sollte sich auch der Lebenspartner einer Untersuchung unterziehen, da er ansonsten zu einem Rückfall beitragen könnte. Auch die Zahnbürste ist eine geheime Brutstelle für Bakterien und sollte aus diesem Grund ausgetauscht werden. Am meisten kommt es allerdings auf eine einwandfreie Zahnpflege an. Da sich nur dadurch die Bakterien wirkungsvoll beseitigen lassen, ist eine professionelle Zahnpflege in der Regel der erste Schritt einer Parodontitisbehandlung. Die Erfolgsfaktoren sind so komplex, dass nur eine angemessene Beratung zum Erfolg führt.

Je eher Sie zur Behandlung in die Praxis kommen, um so größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es uns gelingt, die Parodontitis zu stoppen, bevor es zum Verlust von Zähnen kommt.